Wirbelsäulenverkrümmung – Skoliose

Dr. medic. (RO) Michael Luister

Dr. medic (RO) Michael Luister
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Wirbelsäulenverkrümmung – Skoliose –

Wirbelsäulenverkrümmung – oder doch nur eine Haltungsstörung?

Was ist eine Skoliose?

Skoliose (griechisch: skolios = „krumm“) ist eine komplexe Strukturveränderung in allen drei Ebenen der Wirbelsäule (Frontal-, Sagittal- und Transversalebene)

Welche Skolioseformen gibt es?

Man unterscheidet die „strukturelle Skoliose“ mit Deformation und Rotation der Wirbelsäule von der „funktionellen Skoliose“. Die funktionelle Skoliose ist eine Haltungsstörung. Die meisten dieser Haltungsstörungen treten bereits im Kinder-/Jugendalter auf. Über die Häufigkeit dieser Erkrankung in der Bevölkerung, gibt es in der Literatur eine große Schwankungsbreite. Der Grund dieser Schwankung liegt in der Schwierigkeit, eine echte Skoliose von einer funktionellen Störung zu unterscheiden.

Wie wird eine Skoliose behandelt?

Die strukturelle Skoliose (Fehlstellung) wird je nach Verkrümmungsgrad (sogenannter Cobb-Winkel) entweder durch skoliosespezifische Krankengymnastik, bei leichter Fehlstellung, oder ab einem gewissen Skoliosegrad nach Cobb, durch die Kombination skoliosespezifische Krankengymnastik und einem speziell angefertigten Korsett behandelt. Die funktionelle Skoliose (Fehlhaltung) wird in der Regel mit skoliosespezifischer Krankengymnastik behandelt.

Skoliosebehandlung in meiner Praxis

Die genaue Differenzierung der Skolioseformen (strukturell oder funktionell) ist eminent wichtig! Da es sich in den meisten Fällen um Kinder oder Jugendliche handelt, ist es sehr wichtig, sowohl für jedes einzelne Kind wie auch für sein soziales Umfeld (Familie, Freundeskreis, Schule), nicht nur die richtige Diagnose zu stellen, sondern vor allem die richtige Therapieform zu wählen.

Auch meine persönliche Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Skolioseformen (strukturell oder funktionell) nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind.

Die strukturelle Skoliose (Fehlstellung)

Auch die „strukturelle Skoliose“ kann zusätzlich von funktionellen Störungen überlagert sein. Diese funktionellen Störungen können das Skolioseausmaß (Verkrümmungsgrad nach Cobb) zusätzlich verschlechtern.

Die funktionelle Skoliose (Fehlhaltung)

Die „funktionelle Skoliose“ ist häufig lediglich eine Fehlhaltung als Teilstörung in einer Verkettung von funktionellen Störungen im Körper. Das Behandlungskonzept ist die Therapie der Ursache und der gesamten Folgestörungen (Ketten) in Kombination mit Selbstübungen. Eine jahrelange skoliosespezifische Krankengymnastik ist meines Erachtens nicht immer erforderlich.

Therapeutisch muss bei jedem Kind/Jugendlichen vorerst die funktionelle Komponente der Skoliose behandelt werden, bevor die Notwendigkeit einer Korsettanpassung überhaupt geklärt werden kann.

 

 
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