Ungleiche Brüste – Brustfehlbildung oder nur eine Haltungsstörung?

Dr. medic. (RO) Michael Luister

Dr. medic (RO) Michael Luister
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UNGLEICHE BRÜSTE (ANISOMASTIE)

Ungleiche Brüste – Brustfehlbildung oder nur eine Haltungsstörung?

Dass einige Frauen unterschiedlich große Brüste (Anisomastie) haben „ist normal und eher die Regel als die Ausnahme”, so die allgemeine Meinung auch in der Fachliteratur. Dass dieses Problem auch beim Mann auftreten kann, findet mit Ausnahme von wenigen Erkrankungen kaum Beachtung.

Bekannte Ursachen für eine ungleiche Brust

Zu unterscheiden ist die einseitige Brustveränderung, die als Folge von Verletzungen, Entzündungen, Operationen, Geschwulstbildungen, Brustkrebs, Bestrahlung resultieren, von den sonstigen Brustasymmetrien, die in der Literatur unterschiedlich „als normal”, „Laune der Natur”, „angeborene Deformität” oder als „Wachstumsstörung” bezeichnet werden.

Die persönliche Wahrnehmung der einzelnen betroffenen Patienten ist sehr unterschiedlich. Manche sehen das Problem als Disharmonie, andere wiederum als Behinderung.

Ungleiche Brüste lassen sich auch ohne Operation korrigieren

Die Operation wird nicht nur in den meisten Foren, sondern auch in der Fachliteratur als „Tipp-1-Lösung” oder sogar als „einzige Lösung” empfohlen und angeboten. Die plastische Chirurgie hat schon längst dieses Problem für sich entdeckt und bietet flächendeckend Operationstechniken zur „einseitigen Brustverkleinerung” an.

Leider wird nicht immer unterschieden, ob es sich in jedem Einzelfall um eine Brustfehlbildung im Rahmen von Erkrankungen (wie z.B. beim Poland-Syndrom, Amazonen-Syndrom) oder lediglich um eine Disharmonie „unklarer Ursache” handelt.

In Anbetracht der Aufmerksamkeit, welche die weibliche Brust sowohl in den Printmedien aber besonders im Internet auf sich zieht, ist es erstaunlich, dass es so wenige Fachinformation und Fachliteratur zu diesem Problem gibt.

Konservative Behandlung in meiner Praxis für ungleiche Brüste

Die „anscheinend ungleiche Brust” ist seit Jahren ein wichtiges diagnostisches Merkmal in meiner alltäglichen Praxis. Bei der Beurteilung der körperlichen Haltung (Statik) im Rahmen der Diagnostik, ist mir aufgefallen, dass sehr viele Patientinnen und das unabhängig vom Alter, „unterschiedliche Brustgrößen” aufweisen. Bei den meisten Patientinnen die darauf angesprochen wurden, war das Problem eigentlich bekannt. Aussagen wie: „weiß ich, hat mir mein/e Gynäkologe/in auch schon gesagt” sind nicht selten.

Meine klinischen Beobachtungen nach den Behandlungen der gleichzeitig vorhandenen Haltungsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates, haben gezeigt, dass auch die „anscheinend ungleiche Brust” infolge dieser Therapie in vielen Fällen behoben wurde.

Haben Sie ungleiche Brüste oder doch nur eine Haltungsstörung?

Wichtig in dem Zusammenhang ist nicht allein die Diagnostik und Therapie einer ungleichen Brust, sondern viel mehr die Erkenntnis, dass in den meisten Fällen die betroffenen Frauen kein Problem mit ihren Brüsten, sondern womöglich eine Haltungsstörung in ihrem Körper haben.

Eine erfolgreiche Therapie der Haltungsstörungen, kann somit Schamgefühle, Komplexe oder Operationsängste bei „anscheinend ungleicher Brust” häufig lindern.

 
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